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24.05.2010, taz (Berlin): Ein Iraner lebt als geduldeter Flüchtling in Brandenburg. Aus eigenem Antrieb hat er einen Schulabschluss an einer Berliner Volkshochschule gemacht - vorbildlich eigentlich. Jetzt soll er dafür bezahlen. (weiter)
 
Aktuelles
JRS Infobrief: Trotz allem! Auf Wegen des Friedens weitergehen Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Saturday, 4. June 2016

Berlin, 4. Juni 2016. - Frans Wanderung (c) JRS/EnderIn dieser Doppelausgabe unseres Infobriefs lesen Sie:
Syrerinnen und Syrer bringen die Vision des Friedens von Pater Frans van der Lugt SJ nach Deutschland (Foto: JRS/Ender).
Pater Ludger Hillebrand SJ blickt zurück auf 8 Jahre Seelsorge in der Abschiebungshaft und nach vorn ins Ruhrgebiet.
Der EU-Türkei-Deal und Teile der nationalen Gesetzgebung brechen Europa- und Verfassungsrecht.
JRS sucht europaweit Best Practices von Willkommens-Initiativen.
"Die Flüchtlinge werden heilsam für uns sein": Ein Interview mit Pater Friedhelm Hengsbach SJ....
....und noch mehr finden Sie hier (PDF, 1,5 MB).Sample Image

 

Letzte Aktualisierung ( Saturday, 4. June 2016 )
 
Katholikentag Leipzig: Politik aus dem Geist des Evangeliums möglich machen Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Sunday, 29. May 2016

Katholik_innentag_LeipzigLeipzig/Berlin, den 29. Mai 2016. - Unabhängig von Meinungsumfragen steht die Kirche an der Seite von Flüchtlingen und will Politik aus dem Geist des Evangeliums möglich machen: Das hat Kardinal Reinhard Marx in seiner Abschlusspredigt zum Katholik/innentag in Leipzig deutlich gemacht. "Diese Prinzipien verstehen wir vom Evangelium her: Wenn jemand an unsere Grenzen kommt, wird er menschenwürdig behandelt... Wir müssen alles dafür tun, dass die europäische Grenze nicht eine Grenze ist, an der mehrere tausend Menschen im Jahr ertrinken." Das Evangelium sei eine heilsame Provokation: „Alle werden wir dafür sorgen, dass das Evangelium von der Barmherzigkeit Gottes diese Kultur und diese Gesellschaft in unserem Land prägt“, so Kardinal Marx. (Zur Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz. ) Die Asylpolitik wurde auf vielen Veranstaltungen diskutiert und bewegt viele Menschen, wie in vielen Gespräche am Stand von Jesuitenorden, Jesuitenmission und Flüchtlingsdienst deutlich wurde. Dass das europäische Dublin-System akutell funktioniere, hat nicht einmal der Vize-Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge noch vertreten. Die kirchlichen Vertreter wiesen auch darauf hin, dass Integration nicht gelingen werde, wenn Menschen, die hier selbst in Sicherheit sind, durch den verweigerten Familiennachzug in Angst um ihre engsten Angehörigen verharren müssen. Auf einem Diskussionspodium auf dem Katholikentag in Leipzig haben Marc Speer von der BAG Asyl in der Kirche, der Vize-Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Michael Griesbeck, Stefan Keßler vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst und Bischof Norbert Trelle, Vorsitzender der Migrationskommission der Bischofskonferenz diskutiert. (Foto: JRS/hsk) Hier die Pressemitteilung der BAG Asyl in der Kirche zur Diskussionsveranstaltung.

 

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 29. May 2016 )
 
JRS: Im Einsatz für Glauben und Gerechtigkeit Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Wednesday, 25. May 2016

Berlin, den 25. Mai 2016. - Vor gut drei Jahren hat Papst Franziskus mit der ersten Reise seines Pontifikats ein starkes Zeichen gesetzt: Auf Lampedusa hat er mit Flüchtlingen gebetet und der Toten gedacht. Noch im selben Jahr hat er beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst in Rom betont, dass es keine Aufgabe für wenige Fachleute ist, Flüchtlinge aufzunehmen. Es ist ein Auftrag für die ganze Kirche, für jede Gemeinde und Kommunität. Letztlich ist es eine Aufgabe für jeden Christen und jede Christin. Damit liegt Franziskus auf der Linie seines Ordens, der sich seit den 1970er Jahren darauf besonnen hat, sich mit all seinen Einflussmöglichkeiten für Gerechtigkeit einzusetzen. Auch um den Preis, Einfluss und Wohlwollen bei manchen Eliten zu verlieren. Auf welche radikal neuen Wege Pater Arrupe den Orden geleitet hat – für die der Flüchtlingsdienst nur ein Beispiel ist – hat JRS-Seelsorger Felix Polten SJ in seinem Beitrag "Engagement für Glauben und Gerechtigkeit" skizziert. Hier der Artikel als PDF.  

 

 
"Die Flüchtlinge werden für uns heilsam sein" Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Friday, 20. May 2016

Friedhelm Hengsbach SJ SJ-Bild/C. EnderBerlin, 20. Mai 2016. - Dass viele Menschen nach Deutschland flüchten und hier auf ein friedliches und selbstbestimmtes Leben hoffen, ist keine Überforderung - im Gegenteil: "In der jetzigen Situation haben wir die große Chance, die Fehler zu korrigieren, die seit 30 Jahren zur zunehmenden Spaltung der Gesellschaft geführt haben", sagt Pater Friedhelm Hengsbach SJ, Ökonom und Gesellschaftsethiker.

Er macht dafür konkrete politische Handlungsvorschläge, die finanzierbar sind - aber politisch gewollt sein müssen. Für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Jesuitenordens hat er im März 2016 Frage und Antwort gestanden und sowohl ökonomische wie auch spirituelle Perspektiven beleuchtet. Hier das Interview als PDF.

Foto: Pater Friedhelm Hengsbach SJ. (c) SJ-Bild / C. Ender

Letzte Aktualisierung ( Friday, 20. May 2016 )
 
Mit dem Menschenbild des Grundgesetzes unvereinbar Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Wednesday, 4. May 2016

Bundestagsdebatte Foto Tobias Koch

Berlin, den 4. Mai 2016. - Als integrationsfeindlich, wirklichkeitsfremd und mit dem Menschenbild des Grundgesetzes unvereinbar hat der Jesuiten-Flüchtlingsdienst den Entwurf für ein Integrationsgesetz kritisiert. Das Gesetz beruht offenbar auf der Vorstellung, dass Ingegration die unauffällige Eingliederung in bestehenden Verhältnisse sei, statt Partizipationsmöglichkeiten und Eigenständigkeit zu fördern. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst kritisiert insbesondere Kürzungen der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die einem Bruch des Europarechts gleichkommen. Auch die geplante Wohnsitzauflage, wonach Menschen selbst nach dem positiven Abschluss des Asylverfahrens noch der Wohnort behördlich zugewiesen werden soll, lehnt der JRS entschieden ab: "Staatliche Vorgaben hierzu sind mit dem Menschenbild des Grundgesetzes, das von einem frei verantwortlichen Individuum ausgeht, nicht vereinbar." Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst hofft, dass dieser Entwurf noch einmal grundlegend überarbeitet wird: Viele Maßnahmen widersprechen den Zielen, die der Gesetzgeber damit verbindet. Statt Menschen dabei zu unterstützen, sich nach ihrer Flucht in Deutschland ein selbstständiges Leben aufzubauen, wird es ihnen noch schwerer gemacht. Hier die Stellungnahme zum Nachlesen als PDF.  Foto: Tobias Koch. 

Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 4. May 2016 )
 
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