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14.11.2008,  Lausitzer Rundschau: Immer wieder schaut der 13-Jährige die neben ihm auf den Zuschauerbänken des Gerichtssaals sitzende Inge Ilin mit großen Augen an und fragt leise: „Ist das gut oder schlecht für uns?“ Die gute Freundin der Familie wiegt den Kopf in den Händen. Nicht immer weiß sie eine Antwort. Kein Wunder: In der Flut von Gesetzen, Paragrafen, Absätzen und Ausnahmeregelungen, die zwischen Gericht, Rechtsanwalt Michael Ton und den Vertreterinnen der Stadt Hoyerswerda hin und her wogt, ist es für einen juristischen Laien nicht einfach, den Überblick zu behalten. (weiter)

 
Aktuelles
JRS Direktor in Afghanistan entführt Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Tuesday, 3. June 2014

Pater Alexis Prem Kumar SJRom, 03./04.06.2014. - Der internationale Jesuiten-Flüchtlingsdienst in Rom hat die Entführung seines Länderdirektors in Afghanistan bestätigt. Pater Alexis Prem Kumar SJ hatte am Montag gemeinsam mit Lehrern die vom JRS unterstützte Schule für zurückgekehrte Flüchtlinge im Dorf Sohadat besucht, das 25 Kilometer von der Stadt Herat entfernt liegt. Er wurde von Unbekannten entführt, als er sich von der Schule aus auf den Rückweg nach Herat machen wollte. „Wir sind zutiefst schockiert über die Entführung von Prem“, sagte P. Peter Balleis SJ, internationaler Direktor des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten (JRS), am Dienstag in Rom. „Wir stehen in Kontakt mit allen relevanten Behörden und tun alles in unserer Macht Stehende, um seine sichere und schnelle Rückkehr zu gewährleisten. In dieser schweren Zeit sind unsere Gebete bei Prem, seiner Familie und seinen Freunden.“Seit vier Jahren lebt der aus Indien stammende Pater in Afghanistan und ist als JRS-Länderdirektor für die Projektarbeit dort verantwortlich. Zuvor hatte er für den JRS im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu Flüchtlinge aus Sri Lanka begleitet. Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten begleitet seit 2008 zurückgekehrte Flüchtlinge in Afghanistan, die viele Jahre im Exil im Iran und in Pakistan gelebt hatten. Vor allem Bildung und Gesundheit gehören zu den Schwerpunkten der JRS-Projekte in Bamiyan, Kabul und Herat.Um die sichere Rückkehr von Prem Kumar SJ zu ermöglichen, ruht die Arbeit des JRS in Afghanistan. (Link zur englischen Pressemitteilung / Link zur Projektseite JRS Afghanistan bei der Jesuitenmission / Link zum Bericht von Radio Vatican )
Wir bitten Sie um Ihr Gebet für Pater Prem!

Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 4. June 2014 )
 
Einladung zum Fürstenrieder Schlossgespräch Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Tuesday, 27. May 2014
Berlin / München, 4. Juni 2014. - In der Reihe "Spiritualität mit offenen Augen" findet heute, am 4. Juni 2014, ein Schlossgespräch im Exerzitienhaus Schloss Fürstenried mit Pater Frido Pflüger SJ statt. "Ist das Boot schon voll?", fragt der Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Deutschland und berichtet von der Arbeit des JRS in Afrika und in Deutschland. Um 19 Uhr im Exerzitienhaus Schloss Fürstenried, Forst-Kasten-Allee 103, 81475 München. Der Eintritt ist frei. Herzliche Einladung!  (Mehr Informationen zum Schlossgespräch hier als PDF)
Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 18. June 2014 )
 
Gemeinsamer Appell: Roma-Flüchtlinge schützen Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Wednesday, 30. April 2014

Köln/Berlin, 30.04.2014. - In einer gemeinsamen Stellungnahme (Link) verurteilen zahlreiche Anwalts-, Flüchtlings- und Romaverbände sowie Einzelpersonen den heutigen Kabinettsbeschluss, der es ermöglichen soll, Roma aus Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina noch schneller abzuschieben. Diese Herkunftsländer sollen grundsätzlich zu "sicheren Herkunftsländern" erklärt werden, obwohl Roma dort einer so massiven rassistischen Diskriminierung unterworfen sind, dass es teilweise einer Verfolgung gleichkommt. Der JRS hatte schon im Vorfeld das Vorhaben verurteilt und eine Stellungnahme beim Bundesinnenministerium eingerecht und darauf gedrängt, von diesem Schritt abzusehen. „Schon die jetzige Rechtsanwendung wirft starke Zweifel auf, ob die Fluchtgründe von Roma im Asylverfahren unvoreingenommen geprüft und ernstgenommen werden“, so Heiko Habbe, JRS-Policy Officer. Auch JRS Direktor Frido Pflüger SJ übt scharfe Kritik an der geplanten Gesetzesänderung: „Menschen fliehen vor Hass und massiver Diskriminierung zu uns, und wir überlegen nur, wie wir sie möglichst schnell wieder los-werden. Das ist armselig.“ (Weiter zum Appell).

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 19. June 2014 )
 
Generalanwalt des EuGH plädiert für das Trennungsgebot Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Wednesday, 30. April 2014

Berlin, den 30.04.2014. - Ausreisepflichtige Ausländerinnen und Ausländer sind in den meisten deutschen Bundesländern über Jahre hinweg unter rechtswidrigen Bedingungen inhaftiert worden - nämlich immer dann, wenn sie im selben Gefängnis wie Straftäter untergebracht waren, was z.B. in Bayern bis Ende 2013 systematisch geschehen ist. Das ergibt sich aus der Auffassung des Generalanwalts beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), Yves Bot, der heute seine Schlussanträge in drei Verfahren veröffentlichte. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst unterstützt diese Verfahren aus seinem Rechtshilfefonds und konnte an der Seite der drei Rechtsanwälte der Betroffenen seine Auffassung auch selbst vor dem EuGH vertreten. Der Generalanwalt hat sich der Auffassung des JRS inhaltlich voll angeschlossen. Entscheidend ist jedoch das Urteil der Luxemburger Richter, das dann für alle EU-Staaten bindend ist. Der Urteilstermin wurde noch nicht bekannt gegeben.
Policy Officer Heiko Habbe hat die Schlussanträge aus Sicht des JRS kommentiert: Hier das PDF .
Die Stellungnahme des JRS an den EuGH zum Trennungsgebot finden Sie hier als PDF. (Link).
Die Stellungnahme des JRS an den EuGH zur Frage der "freiwilligen Einwilligung" in die gemeinsamen Unterbringung von Abschiebe- und Strafgefangenen finden Sie hier: Link zum PDF.
 

Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 30. April 2014 )
 
Frohe Ostern und neuer Infobrief Drucken E-Mail
Geschrieben von Haßkamp   
Wednesday, 16. April 2014

 Sample Image Berlin, 17. April 2014. 
Im neuen Infobrief berichten wir u.a. von
- einer afghanischen Familie im Kirchenasyl
- der erfreulichen Bilanz des Rechtshilfefonds 2013
- wie syrische Flüchtlinge in Deutschland inhaftiert werden.
Den Infobrief April 2014 können Sie hier als PDF herunterladen (1 MB).

Wir wünschen Ihnen gesegnete Kartage und frohe Ostern!

 (c) SJ Bild / L. Stübner - All rights reserved.

 

 

 

 

 

 


 
Foto: Im Kirchenasyl. (c) SJ-Bild / Leopold Stübner

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 17. April 2014 )
 
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