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21.06.2009, Hamburger Morgenpost: Lehrer müssen Kinder ohne Papiere künftig nicht mehr ans Schülerregister melden
Kinder, die illegal in Hamburg leben, können in Zukunft wieder ohne Angst die Schule besuchen: Die Schulleitungen dürfen wieder Kinder aufnehmen, die keine Meldebescheinigung vorlegen. Das stellte Bildungssenatorin Christa Goetsch (GAL) jetzt in einem Brief an alle Schulen klar. "Wir haben diese längst überfällige Entscheidung mit großer Freude aufgenommen", sagte Dirk Mescher von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). (weiter)

 
Aktuelles
JRS bittet Europa um Aufnahme von Flüchtlingen Drucken E-Mail
Geschrieben von Stark   
Friday, 4. March 2011

Dienstag, 1. März 2011. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst hat die europäische Gemeinschaft um Hilfe für eritreische Flüchtlinge in Libyen aufgerufen. Etwa 2.000 von ihnen hielten sich derzeit in kirchlichen Einrichtungen in der libyschen Hauptstadt auf und hätten um Hilfe gebeten, so der Bischof von Tripolis, Giovanni Innocenzo Martinelli. „Wir brauchen Hilfe bei der Organisation der Ausreise“, zitieren JRS Malta und JRS Italien den Hilfeaufruf des Bischofs. Die Eritreer und Flüchtlinge aus weiteren Ländern, die derzeit in Tripolis seien, hätten „außer der Kirche keinen Ort der Zuflucht“. Sie könnten nicht in Libyen bleiben, weil die Lage „sehr prekär“ sei. Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) habe sein Büro in Tripolis geschlossen, und es gebe keine Möglichkeit, Ausreisepapiere zu erhalten. Die Lage der Flüchtlinge sei „beschämend“. In dieser humanitären Krise habe die EU einmal mehr Gelegenheit, ein Zeugnis für die Zivilisation zu geben. (Pressemitteilung JRS Malta / JRS Italia)

 
Bischof Ackermann: Neuausrichtung der EU-Flüchtlingspolitik notwendig Drucken E-Mail
Geschrieben von Stark   
Thursday, 24. February 2011

Bonn, 25. Februar 2011. „Die Hilflosigkeit der Europäischen Union angesichts der Ereignisse in Libyen offenbart einmal mehr die grundsätzlichen Fehler der EU-Migrationspolitik. Der Sturz der Despoten in Nordafrika hat die Fehlausrichtung auf dramatische Weise offengelegt.“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax Bischof Dr. Stephan Ackermann am Freitag, 25. Februar, in Bonn. „Die Mission FRONTEX zur Sicherung der EU-Außengrenzen agiert bislang in einem menschenrechtlich sehr bedenklichen Bereich.“, so Ackermann weiter. FRONTEX dränge seit vielen Jahren immer wieder Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer ab und schicke sie auch an die Strände Libyens zurück. Die Flüchtlinge würden in Libyen jedoch unter erniedrigenden und unmenschlichen Bedingungen inhaftiert, zum Teil würden sie gefoltert. Bischof Dr. Stephan AckermannDennoch hat die EU in den vergangenen Jahren mit Libyen Kooperationen zum Schutz der EU-Außengrenzen vereinbart, um Migranten schon vor dem Erreichen des Mittelmeers oder internationaler Gewässer wieder zurückzudrängen. „Wir begrüßen die Umwälzungen in Nordafrika und hoffen, dass sich langfristig dauerhafte demokratische Verhältnisse etablieren und dadurch nicht zuletzt diesen Menschenrechtsverletzungen ein Ende gesetzt wird“, erklärt Bischof Ackermann. (weiter)

Letzte Aktualisierung ( Friday, 4. March 2011 )
 
Frontex-Einsatz: Deutschland schickt zwei Hubschrauber nach Italien Drucken E-Mail
Geschrieben von Stark   
Tuesday, 22. February 2011

Italienische Polizisten patrouillieren auf Lampedusa vor einer Gruppe mutmasslich tunesischer Flüchtlinge.22. Februar 2011, Brüssel/Frankfurt/M. Am Einsatz der europäischen Grenzschutztruppe Frontex in Italien ist Deutschland mit Hubschraubern und Experten beteiligt. Die EU-Kommission gab am Dienstag Einzelheiten der Mission 'Hermes' bekannt, die Rom nach der Flüchtlingswelle aus Tunesien angefordert hatte. Insgesamt werden vier Flugzeuge, zwei Helikopter und zwei Schiffe samt Besatzung sowie zusätzlich 30 Experten zur Grenzüberwachung und zur Betreuung der Flüchtlinge an die italienischen Küsten geschickt. Sollte sich die Lage wegen der Unruhen in Libyen zuspitzen und die Zahl der Flüchtlinge anschwellen, könne der Einsatz ausgeweitet werden. Die Bundesregierung hat zwei hochseeflugtaugliche Helikopter samt Luft- und Bodenpersonal angeboten, wie das Innenministerium bestätigte. Zudem sollen zwei Fachbeamte bei der Aufnahme der Flüchtlinge beraten. Nach dem Sturz des Regimes in Tunesien hatten sich rund 6.000 Menschen auf den Weg nach Italien gemacht. Die italienische Regierung fürchtet, durch die Unruhen in Libyen könnte ein neuer Flüchtlingsstrom anschwellen. Unterdessen forderte PRO ASYL die EU-Kommission auf, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die Aufnahme von Schutzsuchenden vorzubereiten und sicherzustellen, dass die Zurückweisung und das Abdrängen von Bootsflüchtlingen aufhören. "Europa kann nur dann Glaubwürdigkeit in Menschenrechtsfragen zurückgewinnen, wenn die jetzt erhobenen Forderungen nach Regimewechsel und Demokratisierung einhergehen mit einer grundlegenden Revision der europäischen Kooperationspolitik mit diktatorischen Regimen und einer veränderten Flüchtlingspolitik."

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 24. February 2011 )
 
Bischöfe fordern Unterstützung für Migranten auf Lampedusa Drucken E-Mail
Geschrieben von Stark   
Tuesday, 15. February 2011

Weihbischof Heiner Koch (©KNA)15. Februar 2011. Die katholische Kirche in Deutschland ruft zu Solidarität mit den Flüchtlingen auf Lampedusa auf. Italien dürfe diese Aufgabe "nicht alleine schultern" müssen, fordert der Kölner Weihbischof Heiner Koch. Im Interview mit domradio.de mahnt das Mitglied der Migrationskonferenz der Bischofskonferenz zudem eine bessere Entwicklungspolitik an: "Wir sind in der EU verbunden mit Italien. Es kann nicht sein, dass ein Land, das an der Südgrenze der Europäischen Union liegt, alles alleine schultern muss. Auch wir müssen helfen, dass diese Menschen menschenwürdig untergebracht werden, dass ihnen im Moment geholfen wird, dass sie wirklich auch überleben können." (weiter)

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 22. February 2011 )
 
JRS-Jubiläum: „In der Kirche kann und darf es keine Ausländer geben“ Drucken E-Mail
Geschrieben von Stark   
Thursday, 6. January 2011

Sample ImageBerlin, 15.11.2010. Drei Tage wurde in Berlin das 30-jährige Bestehen des weltweiten „Jesuit Refugee Service“ und die 15-jährige Tätigkeit des Deutschlandbüros gefeiert. Der Jesuit Refugee Service wurde am 14.11.1980 vom damaligen GenSample Imageeraloberen der Jesuiten, Pedro Arrupe SJ, vor dem Hintergrund der Not vietnamesischer Boat-People gegründet. Der Auftrag besteht darin, Flüchtlinge zu begleiten, ihnen zu helfen und für ihre Rechte einzutreten. In den Jahren seit seiner Gründung stieg die Zahl der Flüchtlinge weltweit von 16 auf 45 Millionen. Weltweit betreut der JRS heute in 51 Ländern mit mehr als 1.000 Mitarbeitern mehr als eine halbe Million Flüchtlinge, schwerpunktmäßig in Afrika in den Bereichen Bildung, Notfallhilfe und internationalem Schutz. In Deutschland gibt es in Berlin seit 15 Jahren ein eigenes Büro. Dass es uns noch geben muss, ist bedauerlich, dass es uns noch gibt, ein Grund zu feiern. (weiter)

 
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