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Bischof Ackermann: Neuausrichtung der EU-Flüchtlingspolitik notwendig

Bonn, 25. Februar 2011. „Die Hilflosigkeit der Europäischen Union angesichts der Ereignisse in Libyen offenbart einmal mehr die grundsätzlichen Fehler der EU-Migrationspolitik. Der Sturz der Despoten in Nordafrika hat die Fehlausrichtung auf dramatische Weise offengelegt.“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax Bischof Dr. Stephan Ackermann am Freitag, 25. Februar, in Bonn. „Die Mission FRONTEX zur Sicherung der EU-Außengrenzen agiert bislang in einem menschenrechtlich sehr bedenklichen Bereich.“, so Ackermann weiter. FRONTEX dränge seit vielen Jahren immer wieder Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer ab und schicke sie auch an die Strände Libyens zurück. Die Flüchtlinge würden in Libyen jedoch unter erniedrigenden und unmenschlichen Bedingungen inhaftiert, zum Teil würden sie gefoltert. Bischof Dr. Stephan AckermannDennoch hat die EU in den vergangenen Jahren mit Libyen Kooperationen zum Schutz der EU-Außengrenzen vereinbart, um Migranten schon vor dem Erreichen des Mittelmeers oder internationaler Gewässer wieder zurückzudrängen. „Wir begrüßen die Umwälzungen in Nordafrika und hoffen, dass sich langfristig dauerhafte demokratische Verhältnisse etablieren und dadurch nicht zuletzt diesen Menschenrechtsverletzungen ein Ende gesetzt wird“, erklärt Bischof Ackermann. (weiter)

 
Europäische ökumenische Fachtagung berät über Schubhaftseelsorge
PressekonferenzWien, 18. Januar 2011. Vom 18. bis 20. Januar 2011 findet im Kardinal König Haus in Wien eine Europäische ökumenische Fachtagung zu "Beratung und Seelsorge in der Abschiebungshaft" statt. Nach Berlin 2008, Hamburg 2009 und Mainz 2010 findet nun bereits der vierte derartige Austausch statt. Dazu geladen haben der katholische Bischof Manfred Scheuer, der evangelische Bischof Michael Bünker, der Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland, die Evangelische Seelsorge im Abschiebegewahrsam Berlin, Caritas und Diakonie sowie SeelsorgerInnen und MitarbeiterInnen von NGOs. Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten die VeranstalterInnen ihr gemeinsames Bekenntnis zur Seelsorge und dem Dienst am Nächsten in den Europäischen Abschiebe-Gefängnissen. (Presseinformation / Statements Bischof Scheuer und Bischof Bünker)
 
Bischöfe: „Abschiebungen in Elend und Perspektivlosigkeit müssen gestoppt werden“

Deutsche BischofskonferenzBonn, 17. November 2010. Die Vorsitzenden der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonfe­renz und der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und der hessen-nassauische Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, haben sich besorgt über die drohende Abschiebung von Angehörigen der Minderheiten und besonders verletzlichen Personengruppen aus dem Kosovo geäußert. Zahlreiche internationale Hilfsorganisationen haben in den letzten Monaten wiederholt und eindringlich auf die schwerwiegende Diskriminierung von Minderheiten sowie auf die prekäre wirtschaftliche und soziale Lage hingewiesen, in die Angehörige von Minderheiten im Falle einer Abschiebung ge­raten. Besonders gilt dies für Roma und Ashkali sowie – unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit – für alte, schwer erkrankte und traumatisierte Men­schen. (weiter)

 
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