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22.3.2011, domradio.de: Die Lage auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa hat sich nach der Ankunft weiterer Flüchtlingsboote zugespitzt. Mittlerweile übertrifft die Zahl der Flüchtlinge die der 5000 Einwohner der Insel. Heute wird ein Marineschiff erwartet, das etwa 1000 Bootsflüchtlinge in andere Lager bringen soll. Ein Interview mit Pater Martin Stark SJ (Jesuiten-Flüchtlingsdienst): "Es braucht einen Notfallplan zur Reaktion auf größere Flüchtlingsströme." (weiter)

 
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Frohe Weihnachten!

Mutter und Kind aus Eritrea (c) JRS/hskBerlin, den 24.12.2016. - „Das Kind von Betlehem steht für die größte Mutmachaktion der Weltgeschichte, die ausgeht von Gott selbst." Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sieht das Weihnachtsfest als „Mutmacher zum Leben“. Angst und Hass dürften die Gesellschaft nicht vergiften, sagte er laut vorab veröffentlichtem Predigttext am Samstagabend im Münchner Liebfrauendom. Die Realitäten der Welt seien nicht unveränderlich, fügte der Kardinal hinzu. „Wir können etwas tun durch unser Reden und Handeln.“ Es sei dabei von großer Bedeutung, ob die Grundstimmung von Zuversicht und Hoffnung geprägt sei oder von Angst und Ressentiment. Bundespräsident Gauck sagte in seiner Weihnachtsansprache, nach dem Anschlag in Berlin seien "wir...vielmehr zusammengerückt als Gemeinschaft derer, die die Mitmenschlichkeit verteidigen" (Radio Vatikan: hier die ganze Meldung). Foto: Nach langer Flucht in Deutschland angekommen. (c) JRS/hsk

Wir wünschen Ihnen und Euch gesegnete und ermutigende Weihnachtstage!

 
Asylbewerberleistungsgesetz nicht ändern, sondern abschaffen
AsylbLGBerlin, 28. November 2016. - Immenser Verwaltungsaufwand, sinnlose Abschreckungsversuche und ein kalkulierter Verfassungsbruch: Statt das Asylbewerberleistungsgesetz zu ändern, sollte es abgeschafft werden. Der Gesetzesentwurf sieht drastische Kürzungen vor und ignoriert die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts ebenso wie EU- und Völkerrecht. Heute findet die Anhörung im Bundestag statt, bei der JRS-Experte Stefan Keßler an die Abgeordnten appelliert, den Entwurf abzulehnen. Bereits an diesem Donnerstag soll entschieden werden. Wieviel Zeit bleibt den Abgeordneten da noch, sich mit den sachkundigen Argumenten der Nichtregierungsorganisationen und Verbände - auf mehr als 100 Seiten - auseinanderzusetzen? Hier finden Sie die Stellungnahme des JRS. (Link zur Stellungnahme des JRS ) Alle Stellungnahmen der Verbände sind auf dieser Seite des Bundestags als PDF zusammengestellt,  (externder Link). Wesentliche Kritikpunkte hat der JRS in seiner Pressemitteilung zusammengefasst. (Pressemitteilung )
 
Jahrespressekonferenz 2016
 Berlin, den 14. November 2016. - Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) hat auf seiner Jahrespressekonferenz die hohe Aufnahmebereitschaft gelobt, aber die  Asylrechtsverschärfungen des vergangenen Jahres scharf kritisiert. Bundespolitische Überlegungen, eine der jüngeren Asylrechtsverschärfungen wieder aufzuheben und den Familiennachzug für minderjährige Kinder und Ehegatten von subsidiär Geschützten zuzulassen, begrüßte JRS-Direktor Pater Frido Pflüger SJ. Angesichts flüchtlingsfeindlicher Strömungen hierzulande kommentiert Pflüger die Wahl in den USA: „Das Ergebnis ist ein Weckruf für alle, die sich nicht von Hass und Angst leiten lassen wollen. Dagegen hilft nur persönliches Engagement und eine Politik, die die Menschenrechte aller Menschen im Blick hat." Das beste Mittel gegen Ressentiments sei die persönliche Begegnung. Darauf setzen auch Rabee Khuzam und Issa Kardouh, die dem 2014 in Homs erschossenen Jesuiten Frans van der Lugt SJ eng verbunden waren. Sie organisieren nach seinem Vorbild Wanderungen, die offen für alle sind. Rabee Khuzam, der lange mit „Vater Frans“ zusammengearbeitet hat: „Er war davon überzeugt: Das, was uns als Menschen miteinander verbindet, ist stärker als alles, was wir uns an Trennendem ausdenken. Durch das gemeinsame Wandern können wir einander als Menschen begegnen – gleichgültig, woher wir kommen, wen wir wählen oder was wir glauben.“ In Berlin und Dresden waren sie mit rund 300 Teilnehmenden in diesem Jahr unterwegs. (Weiter zur Pressemitteilung ) Foto: Rabee Khuzam (m.li)und Issa Kardouh (m.re) über "Frans Wandern ". (c) JRS/hsk
 
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