Übersicht
Main Menu
Übersicht
Aktuelles
Menschen
Themen
Presse
Spende
Links
Kontakt
Wir über Uns
Suchen
Impressum
Pressespiegel
Login Form





Mit dem Menschenbild des Grundgesetzes unvereinbar

Bundestagsdebatte Foto Tobias Koch

Berlin, den 4. Mai 2016. - Als integrationsfeindlich, wirklichkeitsfremd und mit dem Menschenbild des Grundgesetzes unvereinbar hat der Jesuiten-Flüchtlingsdienst den Entwurf für ein Integrationsgesetz kritisiert. Das Gesetz beruht offenbar auf der Vorstellung, dass Ingegration die unauffällige Eingliederung in bestehenden Verhältnisse sei, statt Partizipationsmöglichkeiten und Eigenständigkeit zu fördern. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst kritisiert insbesondere Kürzungen der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die einem Bruch des Europarechts gleichkommen. Auch die geplante Wohnsitzauflage, wonach Menschen selbst nach dem positiven Abschluss des Asylverfahrens noch der Wohnort behördlich zugewiesen werden soll, lehnt der JRS entschieden ab: "Staatliche Vorgaben hierzu sind mit dem Menschenbild des Grundgesetzes, das von einem frei verantwortlichen Individuum ausgeht, nicht vereinbar." Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst hofft, dass dieser Entwurf noch einmal grundlegend überarbeitet wird: Viele Maßnahmen widersprechen den Zielen, die der Gesetzgeber damit verbindet. Statt Menschen dabei zu unterstützen, sich nach ihrer Flucht in Deutschland ein selbstständiges Leben aufzubauen, wird es ihnen noch schwerer gemacht. Hier die Stellungnahme zum Nachlesen als PDF.  Foto: Tobias Koch. 

 
"Wir wollen die Vision von Abuna Frans weitertragen"

Berlin, 7. A Gedenkgottesdienst Abuna Frans (c) Foto Christian Enderpril 2016. - Um auf seinen Spuren und im Geist des Friedens weiterzugehen, haben mehr als hundert Syrerinnen und Syrer gestern mit einem Gottesdienst in Berlin des Jesuiten Frans van der Lugt SJ gedacht. Pater Frans van der Lugt SJ (geb. 10.4.1938 in den Niederlanden, erm. 7.4.2014 in Homs) hat in Homs ein Zentrum für Kinder mit Behinderungen geführt und war in der Region bekannt als Mensch des Friedens und der interreligiösen Verständigung: "Abuna Frans hatte immer ein offenes Ohr, und er hat allen geholfen, wo er konnte", sagt Issa, der ihn persönlich kannte. Berühmt waren die tagelangen Wanderungen mit ihm, zu denen sich ganz unterschiedliche Menschen zusammenfanden: Christen, Muslime, Agnostiker wanderten, lachten und tanzten abends zusammen. "Alle teilten Brot und Wein, Arme und Reiche saßen am selben Tisch." Sein Ziel war es, die Menschen in all ihren Unterschieden durch gemeinsame Erlebnisse zusammenzubringen. Vor zwei Jahren wurde er in Homs von maskierten Männern gezielt erschossen. An seinem zweiten Todestag sind viele, die ihn persönlich kannten, in Berlin zusammengekommen, um seiner zu gedenken, gemeinsam um Frieden für Syrien und die Welt zu beten und nach seinem Vorbild zwei Tage miteinander von Berlin nach Potsdam zu wandern. "Wir sind nicht hier, um ihn zu einem Heiligen zu machen, das würde ihm nicht gefallen. Wir sind hier, um seine Vision von Frieden und Miteinander weiterzutragen", sagte Rabee, der seit seiner Kindheit mit Abuna Frans zusammen gelebt hat. Nach dem Gedenkgottesdienst in St. Canisus, den JRS-Direktor Pater Frido Pflüger SJ hielt und der auch von vielen Muslimen besucht wurde, feierten sie den 78. Geburtstag von Frans van der Lugt SJ. Am Wochenende sind mehr als 100 Menschen miteinander unterwegs. "Zu diesen Wanderungen sind auch Deutsche herzlich eingeladen mitzukommen, damit wir einander kennenlernen können", so die Studentin Magui, die das "Frans Wandern" mit organisiert hat. Syrer aus vielen Teilen Deutschlands, aus Schweden, Frankreich und England sind der Einladung gefolgt, und auch einige Deutsche wollen sich am Wochenende auf den Weg machen. Foto: (c) Christian Ender

 
Einen Ungeziefer-Vergleich darf der Rechtsstaat nicht tatenlos hinnehmen

 Berlin, den 8. März 2016. - Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) appelliert an die Justiz in Thüringen, für eine sorgfältige Ermittlung der „Heuschreckenplage“ im Wasunger Karneval zu sorgen. „Der Ungeziefer-Vergleich spricht Menschen ihr Mensch-Sein ab und verletzt ihre Würde“, betont Direktor Pater Frido Pflüger SJ. „Besonders gefährlich ist er, wenn er auf Menschen zielt, die schutzbedürftig und oft Anfeindungen und Gewalt ausgesetzt sind. Der Rechtsstaat muss deutlich machen, dass damit eine Grenze überschritten wird.“ Traditionell macht der Karneval diejenigen lächerlich, die über Einfluss oder einen hohen Status verfügen. Doch in Wasungen war ein Karnevalswagen mit der Aufschrift „Balkan-Express“ und „Die Ploach kömmt“ (die Plage kommt) von einer als Heuschreckenplage kostümierten Gruppe begleitet worden, was allgemein als Darstellung von Asylsuchenden verstanden wurde. Die Staatsanwaltschaft Meiningen hat am 29. Februar 2016 mitgeteilt, dass sie keine Ermittlungen aufnehmen wird. Im Einverständnis und mit der Unterstützung des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes hat deshalb eine Mitarbeiterin der Organisation Einspruch eingelegt und Strafanzeige erstattet. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier . Die ausführliche Begründung des Einspruchs und von Strafanzeige und Strafantrag senden wir Ihnen auf Anfrage zu.Über den Karnevalsumzug hatte unter anderem der mdr berichtet (externer Link ). Foto: (c) Roland Zumbuehl.

 

 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 37 - 40 von 136
Newsletter