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30.04.2009, WAZ: Erst wurde die Nigerianerin Tina unrechtmäßig abgeschoben. Jetzt verzögern Behörden ihre Heimkehr. (weiter)
 
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Verschiebebahnhof EU: Die Odyssee irakischer Flüchtlinge

Athen, Attica Police Asylum Department: Hunderte Flüchtlinge stehen an, um sich als Asylsuchende registrieren zu lassen.Nürnberg, 30. März 2009. Die Flucht aus dem Irak dauert an. Zwar hat sich Deutschland bereit erklärt, 2.500 Flüchtlinge aus den völlig überlasteten Nachbarländern Jordanien und Syrien aufzunehmen. Tausende Iraker schlagen sich jedoch jährlich auf eigene Faust nach Europa durch. Dieter Müller SJ vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst arbeitet in der Münchner Abschiebehaft und begegnet immer wieder vielen irakischen Flüchtlingen. Lesen Sie hierzu seinen Artikel in der Oster-Ausgabe von "weltweit", dem Magazin der Jesuitenmission (Zum Artikel als pdf / Zur Homepage der Jesuitenmission / Neueste Infos zur Situation in Griechenland finden Sie auf der Homepage von Pro Asyl, die uns auch freundlicherweise das Foto überlassen haben).

 
Die ersten irakischen Flüchtlinge sind angekommen -

Am Donnerstag landete die Maschine mit den irakischen Flüchtlingen aus Damaskus.Berlin, 19.03.2009. Am Donnerstag sind die ersten 122 Irakflüchtlinge am Flughafen Hannover-Langenhagen eingetroffen. Es sind 96 Christen, 19 Mandäer, fünf Schiiten und zwei Sunniten. 71 Ankömmlinge sind Frauen und Mädchen, 36 Kinder und Jugendliche. Die Flüchtlinge werden zunächst im Grenzdurchgangslager Friedland betreut, bevor sie auf die einzelnen Bundesländer verteilt werden. Insgesamt will Deutschland 2500 Iraker aus Flüchtlingslagern in Syrien und Jordanien aufnehmen. Der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Dr. Josef Voß (Münster) betonte, dass sich beide großen Kirchen für die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus dem Irak eingesetzt haben, die keine Aussicht auf eine Rückkehr in ihre Heimatländer haben und mahnte großzügige Lösungen auch für die zehntausenden Flüchtlinge an, die sich weiterhin in den Nachbarstaaten in einer hoffungslosen Lage befinden. Die Zahl der irakischen Auslandsflüchtlinge in der Region wird auf 2,7 Millionen geschätzt. Nach Einschätzung der EU-Innenminister sind mindestens 75.000 besonders schutzbedürftig. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst tritt wie PRO ASYL und Missio für ein kontinuierliches Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen ein, wie es viele Staaten längst installiert haben. Dies ist das gemeinsame Ziel auch im Rahmen der bundesweiten Initiative save me. Deutschland soll sich im Rahmen eines Resettlement-Programms verpflichten, jährlich ein Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und zu integrieren. (weiter)

 
JRS: Europäische Mindeststandards für die Abschiebungshaft umsetzen!

Berlin, 17.3.2009 (jrs) – „Abschiebungshäftlinge dürfen in Deutschland nicht länger in Strafhaftanstalten untergebracht werden“, fordert P. Martin Stark SJ. Der Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Deutschland verweist auf die Rückführungsrichtlinie der EU, die eine getrennte Unterbringung fordert. „Zudem muss entsprechend den europäischen Vorgaben mehr Rücksicht auf besonders schutzbedürftige Gruppen wie Minderjährige, Schwangere oder psychisch Kranke genommen werden“, so Stark aus Anlass der für Donnerstag angesetzten Bundestagsdebatte über eine Große Anfrage zur Situation in deutschen Abschiebungshaftgefängnissen. (weiter)

 
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