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11.02.2009, Spiegel: Ihre Patienten dürften gar nicht da sein: Mainzer Medizinstudenten behandeln Menschen, die illegal in ihrer Stadt leben, ehrenamtlich und kostenlos. Eigentlich besteht eine Meldepflicht für die Statuslosen, doch die angehenden Mediziner wollen keine Namen hören - sie wollen helfen. (weiter)

 

 
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Weltflüchtlingstag: Für ein offenes Europa

Berlin, Frankfurt u.a., 19. Juni 2017. - Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni und vor dem EU-Gipfel am 22. Juni appellieren Pro Asyl, Paritätischer Gesamtverband, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, Republikanischer Anwaltsverein und Neue Richtervereinigung an die Staats- und Regierungschefs, für ein offenes Europa für Flüchtlinge einzutreten. Sie warnen vor einer Abwälzung der Verantwortung für Flüchtlinge an Drittstaaten, in denen Flüchtlinge der Rechtsunsicherheit und Aussichtslosigkeit ausgesetzt werden. Der Mut, anti-europäischen Positionen durch eine flüchtlingsfreundliche Politik entgegen zu wirken, fehlt Regierungen wie auch der Europäischen Union. Nicht aber die Abwehr von Flüchtlingen stärkt die europäische Integration, sondern ihre Aufnahme. Die gemeinsame Stellungnahme "Für ein offenes Europa ohne Obergrenzen für Flüchtlinge" finden Sie hier , eine kurze Zusammenfassung der gefordeten Maßnahmen hier .

 
Neuer Provinzial besucht Flüchtlingsunterkunft

Gruppenfoto Provinzial mit JRS MitarbeitendenBerlin / München, den 1. Juni 2017. - An seinem ersten Tag im Amt hat der neue Provinzial der Jesuiten, Pater Johannes Siebner SJ, heute früh eine Flüchtlingsunterkunft besucht. In einer Einrichtung der Landeshauptstadt München informierte sich der neue Obere der deutschen Jesuiten über Anliegen von geflüchteten Menschen sowie der Mitarbeitenden. Zwei Themen belasten viele Menschen in der Unterkunft, erfuhr der Provinzial: Die unsichere Situation insbesondere afghanischer Asylsuchender sowie Traumatisierungen, die aus Angst vor der Abschiebung wieder aufbrechen können. „Ich sehe Nachrichten und bin auf Facebook. Ich weiß, dass Deutschland viele afghanische Menschen abschieben will“, sagte ein junger Afghane. „Aber wenn ich eines gelernt habe auf meinem Weg, dann ist es: niemals aufzugeben.“ Provinzial Siebner betonte: „Niemand sollte in ein Land abgeschoben werden, in dem der Alltag derart gewalttätig und lebensgefährlich ist. Für eine christliche Politik sollte es selbstverständlich sein, denen Schutz zu gewähren, die sich in der Hoffnung auf Frieden zu uns flüchten.“ Bruder Dieter Müller SJ vom Flüchtlingsdienst ergänzte: „Dass gestern eine geplante Sammelabschiebung ausgesetzt wurde, ändert nichts an der existenziellen Unsicherheit afghanischer Flüchtlinge. Es ist unverantwortlich, dass immer mehr ablehnende Asylbescheide ausgestellt werden, während sich die Sicherheitslage verschlechtert.“ (Zur Pressemitteilung) Foto: Provinzial Siebner SJ (vorne Mitte) mit JRS-Team. (c) JRS.

 
Abschiebungen nach Afghanistan stoppen
 Berlin u.a., 30. Mai 2017. - Anlässlich eines weiteren am 31. Mai zu erwartenden Abschiebungsflugs nach Afghanistan, fordern mehrere Menschenrechtsorganisationen und Verbände , darunter auch der JRS, einen sofortigen Stopp aller Abschiebungen nach Afghanistan. Wegen schwerwiegender Mängel bei Asylverfahren von afghanischen Asylsuchenden befürchten die Organisationen, dass nach fehlerhaften Asylverfahren abgelehnte Afghanen demnächst abgeschoben werden und dadurch ihr Leben aufs Spiel gesetzt wird. Das fordern Amnesty International, die Arbeiterwohlfahrt, Arbeitsgemeinschaft Migrationsrecht im Deutscher Anwaltverein e.V., Der Der Paritätische Wohlfahrtsverband - Gesamtverband, Diakonie Deutschland, Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS), Neue Richtervereinigung e. V., PRO ASYL und Republikanischer Anwältinnen und Anwälteverein e. V. und kritisieren zudem die Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bei afghanischen Asylsuchenden. Wortlaut der gemeinsamen Erklärung hier .
 
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