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"Kirchenasyl ist ein Segen für den Rechtsstaat"
 Schutzmantelmadonna St Korbinian. Foto: Rufus46

Berlin / München, den 27. Februar 2014. „Die Tradition, Schutzsuchenden an einem heiligen Ort Zuflucht zu gewähren, wird seit Jahrtausenden in christlichen und nichtchristlichen Gesellschaften respektiert“, so der Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, Pater Frido Pflüger SJ, dessen Organisation derzeit zwei Kirchenasyle in Bayern unterstützt. „Wir sind deshalb bestürzt darüber, dass in Augsburg ein Kirchenasyl geräumt wurde und hoffen, dass sich das nicht wiederholt.“ Kirchenasyl könne den Rechtsstaat davor bewahren, gegen seine eigenen Werte zu verstoßen: Gemeinden, die Kirchenasyl gewähren, sind ein Segen für unseren Rechtsstaat!“, betont der Jesuit Pflüger. „Wo gesetzlich korrektes Handeln Menschen in Gefahr bringt oder große Not verursacht, bietet Kirchenasyl dem Staat die Möglichkeit, sein Handeln zu überprüfen und den Einzelfall noch einmal sorgfältig abzuwägen.“
Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst unterstützt u.a. eine afghanische Familie mit einem Kleinkind, die seit Januar in der Münchner Gemeinde St. Korbinian im Kirchenasyl lebt, weil ihr nach der gefährlichen Flucht und nach einer mehrwöchigen Familientrennung durch die bayerische Abschiebunghaft die Abschiebung in die Slowakei droht. „Aus meinen seelsorglichen Gesprächen bin ich davon überzeugt, dass diese Familie schutzbedürftig ist. Die kleine Tochter hat Monate lang auf der Flucht gelebt und in Bayern mehrere Wochen voller Angst durchlitten. Sie braucht dringend Ruhe und das Gefühl, in Sicherheit zu sein“, so Bruder Dieter Müller SJ. „Wir hoffen darauf, dass die Behörden es der Familie ermöglichen, ihr Asylverfahren hier in Deutschland zu führen.“
(Weiterlesen: Link zur Pressemitteilung als PDF.)
Bild: Die Schutzmantelmadonna in der Kirche St. Korbinian in München. Foto: Rufus46.
Die Süddeutsche hat ausführlich über die Familien im Kirchenasyl berichtet. Hier der Link.

 
EGMR verhandelt über Rückschiebung nach Italien
 Straßburg, 12. Fe Europ Gerichtshof für Menschenrechte Straßburg, Foto: CherryXbruar 2014. - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verhandelt heute in Straßburg über den Fall einer afghanischen Familie mit sechs Kindern, die sich gegen ihre Abschiebung aus der Schweiz nach Italien wehrt. In Bari hatten sie erst in einem heruntergekommenen Aufnahmezentrum ohne funktionierende Toiletten gelebt, dann in einem Raum, den sie als "Garage" beschrieben. Die Schweiz beruft sich darauf, wegen des Reisewegs sei Italien für den Asylantrag verantwortlich. Unser Policy Officer Heiko Habbe hat die öffentliche Anhörung vor Ort verfolgt. Sein vorläufiges Fazit: "Die Richter haben in ihren Nachfragen zu erkennen gegeben, wie ernst sie das Kindeswohl nehmen. Ob das ausreicht, um die Familie vor der Abschiebung in die prekären Verhältnisse zu schützen, die sie bereits einmal erleiden mussten, wird man abwarten müssen. Das Verfahren zeigt aber erneut, zu welchen menschlichen Härten die schematische Anwendung der EU-Zuständigkeitsregeln führt. Sie müssen geändert werden, damit der Einzelfall mehr Beachtung finden kann." (Foto: CC CherryX)
 
JRS-Direktor: "Den Deutschen die Angst vor Flüchtlingen nehmen"

 Bonn Sample Image/ Berlin, 13. Januar 2014. - "Das politische und populistische Wort vom Wirtschaftsflüchtling wird der Sache nicht gerecht", mahnte der internationale JRS Direktor Peter Balleis SJ beim ökumentischen Neujahrsgottesdienst von Misereor und Brot für die Welt. "Kein Flüchtling verlässt seine Heimat und Familie, nur um ein besseres Hemd zu tragen." Die Debatte um "Armutsmigranten" in Deutschland werde meist von Menschen geführt, "denen es gut geht, die keine Qualen erleiden, gesund und wohlgenährt sind, Reichtum auf Reichtum häufen" und durch ein Sozialsystem aufgefangen sind, sagte Balleis. Er rief Kirche und Gesellschaft dazu auf, sich nicht von falschen Darstellungen fehlleiten zu lassen, sondern auf die Menschenrechte, die Werte des Evangeliums sowie die gemeinsamen kulturellen und religiösen Werte wie Gastfreundschaft zu setzen. (Weiter zum Bericht auf jesuiten.org )
Den Menschen in Deutschland würde er gerne die Vorbehalte vor Flüchtlingen nehmen, der Schlüssel dazu ist die persönliche Begegnung. Kirche und Kommunen in Deutschland ermutigte er, auf die Menschenrechte, die Werte des Evangeliums sowie die gemeinsamen kulturellen und religiösen Werte wie Gastfreundschaft zu setzen.  Mehr dazu gibt es auf katholisch.de (Link zum Artikel ).

 

 
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