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Pressespiegel

05.02.2009, Rheinischer Merkur: Andreas Fisch begründet, warum die Kirchen sich für illegal in Deutschland lebende Personen einsetzen. Auch ihre Menschenrechte müssen verteidigt werden.Würde man in christlichen Kreisen fragen, ob einer Frau in Deutschland die Geburt ihres Kindes möglich gemacht werden sollte – wer würde da mit „Nein!“ antworten? Würde man fragen, ob alle Kinder in Deutschland zur Schule gehen sollten – wer müsste bei der Antwort lange überlegen? Ganz offensichtlich berühren diese Fragen fundamentale Werte, nicht nur von Christen. Was in dieser Einleitung nach rhetorischen Fragen klingt, wird derzeit in Deutschland zwischen den politischen Parteien kontrovers diskutiert. Denn die Fragen zielen auf Menschen, die ohne Aufenthaltsstatus und ohne Duldung in Deutschland leben, die sogenannten Illegalen oder Statuslosen. (weiter)

 
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Tödliche Abschiebehaft: In Hamburg stirbt ein unbegleiteter Minderjähriger

Hamburg, 9. März 2010. Am Sonntag, den 07. März hat sich David M., ein 17-jähriger unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, im Zentralkrankenhaus der Untersuchungshaftanstalt Hamburg erhängt, nachdem er über mehrere Wochen die Nahrung verweigert hatte. Der Jugendliche war seit dem 9. Februar durch Beschluss des Amtsgerichts Hamburg in Abschiebehaft. "Alle Kinderschutzmechanismen haben in Hamburg versagt und einem jungen Menschen das Leben gekostet", erklärte der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. und forderte den Senat zur lückenlosen Aufklärung und zu personellen Konsequenzen auf. Das System der Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen müsse sich in Hamburg grundlegend ändern. Unbegleitete Minderjährige dürften nicht in Abschiebehaft genommen werden. (Zur Pressemitteilung)

 
Der neue JRS-Infobrief März 2010

Berlin, 4. März 2010. Aktuelle Nachrichten aus unserer Arbeit für Abschiebungshäftlinge, GeduldSample Imageete und Illegale haben wir für Sie in unserem neuen Infobrief März 2010 <hier öffnen> zusammengefasst. Wenn Sie in den Verteiler des Infobriefs aufgenommen werden wollen, können Sie sich per Email einfach eintragen < Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >.

 
Kardinal Sterzinsky: Schulbesuch für Kinder ohne Aufenthaltsstatuts zügig realisieren
Kardinal Georg SterzinskyBerlin, 3. März 2010. Zum Auftakt der VI. Jahrestagung Illegalität hat der Erzbischof von Berlin, Kardinal Georg Sterzinsky, den Willen der neuen Bundesregierung begrüßt, die bundesgesetzlichen Voraussetzungen für den Schulbesuch von Kindern ohne Aufenthaltsstatus zu schaffen. Vor dem Hintergrund der Zuständigkeit der Bundesländer in diesen Fragen forderte er am Mittwochabend in Berlin beherztes und zügiges Handeln auf allen Ebenen: „Für jeden einzelnen Jungen und jedes einzelne Mädchen ist es wichtig, möglichst schnell die Schule besuchen zu können, um gute Zukunftschancen zu haben und den Teufelskreis aus Armut und Illegalität verlassen zu können.“ Entscheidend sei dabei der politische Wille, auch komplexe verwaltungs- und verfahrensrechtliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen. (weiter)
 
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