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21.10.2009, taz: EU-Justizkommissar Barrot will ein besseres EU-Asylrecht. Aber zugleich wehren EU-Boote Flüchtlinge schon auf hoher See ab und bestehende Standards werden ignoriert. (weiter)
 
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Breites Bündnis fordert: Auf Asyl-Schnellverfahren am Flughafen verzichten
Flüchtlingsunterkunft im Transitbereich des Frankfurter Flughafens. (© Rainer Servos/Caritas Ffm) Pressekonferenz FlughafenverfahrenBerlin, 20. Januar 2012. Zahlreiche Vereine und Verbände haben gegen die Pläne zur Festsetzung von Asylsuchenden auf dem künftigen Großflughafen Berlin-Schönefeld protestiert. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie heute in der Bundeshauptstadt die Länder Brandenburg und Berlin sowie die Bundesregierung dazu auf, auf die geplante Errichtung einer sogenannten Gewahrsamseinrichtung für Asyl-Schnellverfahren auf dem Flughafengelände zu verzichten. Stattdessen sollte Asylsuchenden ein reguläres Asylverfahren in Freiheit ermöglicht werden. Das sogenannte Flughafenverfahren werde aus menschenrechtlichen und humanitären Gründen abgelehnt, hieß es. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, an allen deutschen Flughäfen auf die Inhaftierung Schutzsuchender und das Asyl-Schnellverfahren zu verzichten. (Pressemitteilung / Stellungnahme)
 
Welttag der Migranten: Unterwegs unter uns

15. Januar 2012. Die Kirche erinnert an diesem Sonntag an die Flüchtlinge und Migranten. Also an die Menschen, die Schaden erleiden an der Welt. Was auch immer die Motive sind, sie sind ohne Grund und Boden unter den Füßen. Wer schon einmal im Untergeschoss der Jüdischen Museums in Berlin war, der weiß, was das heißen kann. Man verliert mehr als nur Besitz, man verliert auch Orientierung. Oder zumindest ist das eine Gefahr. Es ist aber auf jeden Fall mehr als nur eine Nebenerscheinung. Es ist der Dorn in der Seite der sich aufgeklärt gebenden Welt.
Beim Angelusgebet hat auch Papst Benedikt XVI. noch einmal den Welttag der Migranten und Flüchtlinge erinnert:
„Millionen von Menschen sind von Migration betroffen, aber sie sind nicht nur Zahlen! Sie sind Männer und Frauen, Kinder, Jugendliche und alte Menschen, die eine Ort suchen, an dem sie in Frieden leben können. In meiner Botschaft zum Migrantentag habe ich auf das Thema „Migration und Neuevangelisierung“ hingewiesen und dabei betont, dass die Migranten nicht nur Ziel der Glaubensverkündigung in der gegenwärtigen Welt, sondern selber Protagonisten sind. In diesem Zusammenhang freue ich mich, besonders Vertreter der Migranten in Rom herzlich zu grüßen.“ (Papstbotschaft zum diesjährigen Weltflüchtlingstag)

 
Neue JRS-Studie: Europa schirmt sich systematisch gegen Flüchtlinge ab
UNHCR/A.DiLoretoBrüssel, 08.12.2011. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) erhebt schwere Vorwürfe gegen die EU-Staaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Die Flüchtlinge würden häufig daran gehindert, EU-Gebiet zu erreichen und Asyl zu beantragen, erklärte der JRS unter Berufung auf eine neue Studie am Mittwoch in Brüssel. Seit 1994 hätten schätzungsweise mehr als 15.000 Menschen beim Versuch, Europa zu erreichen, ihr Leben verloren. Allein in diesem Jahr seien vermutlich rund 2.000 Flüchtlinge bei der Fahrt über das Mittelmeer Richtung Europa ertrunken. Der JRS kritisiert, immer wieder würden Flüchtlingsboote auf hoher See von Behröden der EU-Staaten aufgehalten. Dann werde der Motor konfisziert, und die Flüchtlinge seien ihrem Schicksal überlassen. Auch wer es in die EU schaffe, könne angesichts unterschiedlicher Asylverfahren nicht darauf bauen, als Flüchtling anerkannt zu werden. So seien zuletzt in Großbritannien rund 20 Prozent aller Asylanträge anerkannt worden, in Griechenland dagegen nur zwei Prozent. Die englischsprachige Studie "Safe and Secure: How do refugees experience Europe's borders?" wird heute in Brüssel vorgestellt. (Zur Pressemitteilung in Englisch)
 
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