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20.11.2008, Deutschlandradio: "Ich hab immer Angst. Ich weiß es ja nicht, ob ich jetzt hier bleibe oder ich bekomme einen Brief: Packen Sie Ihre Sachen und gehen Sie zurück. Da fang ich neu in Bosnien wieder an. Was soll ich machen? Davon hab ich auch nichts. In Bosnien kann ich ja gar nichts machen. Da kann ich mir keine Zukunft aufbauen." Marita ist 21 und lebt seit mehreren Jahren als geduldeter Flüchtling in Deutschland. Eine von mehr als 180.000. Geduldet ist, wer zum Beispiel als Bürgerkriegsflüchtling nach Deutschland kommt und deshalb keinen Asylantrag stellen, aber auch nicht abgeschoben werden darf. Oder auch Asylbewerber, deren Antrag abgelehnt wurde, die aber aus gesundheitlichen Gründen oder wegen chaotischer Verhältnisse im Heimatland nicht abgeschoben werden können. Für diese Flüchtlinge gilt allerdings: Sobald die Ausländerbehörden zur Auffassung gelangen, eine Abschiebung sei möglich und vertretbar, können sie von einem Tag auf den anderen aus ihrer Unterkunft geholt und außer Landes gebracht werden. Vor zwei Jahren, Ende November 2006, beschloss die Innenministerkonferenz nach jahrelangen Protesten von Kirchen, Gewerkschaften und Flüchtlingsorganisationen eine Bleiberechtsregelung für Geduldete. Wer mit Familie länger als sechs Jahre oder als Alleinstehender bereits acht Jahre im Land war, sollte unter bestimmten Bedingungen eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten. Allerdings nur, wenn ein ausreichend bezahlter Arbeitsplatz nachgewiesen werden konnte. (weiter)

 

 
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Berlin: Seminare für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Berlin, im Mai 2016. - Eine kostenfreie Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit bieten der Jesuiten-Flüchtlingsdienst, die Caritas Berlin und Internationale Pastorale Zentrum des Erzbistums Berlin gemeinsam an. Die Angebote an verschiedenen Terminen von Mai bis November 2016 reichen von Länderkunde (Irak / Syrien / Afghanistan) über eine Einführung in das Asyl- und Aufenthaltsrecht, Argumentationshilfen gegen rassistische Parolen oder den traumasensiblen Umgang mit geflüchteten Menschen. Außerdem werden begleitete Kurse für den Erfahrungsaustausch und Reflexion über die Erfahrungen als Freiwillige angeboten. Das Programm und Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier. 

 
"Die Flüchtlinge werden für uns heilsam sein"

Friedhelm Hengsbach SJ SJ-Bild/C. EnderBerlin, 20. Mai 2016. - Dass viele Menschen nach Deutschland flüchten und hier auf ein friedliches und selbstbestimmtes Leben hoffen, ist keine Überforderung - im Gegenteil: "In der jetzigen Situation haben wir die große Chance, die Fehler zu korrigieren, die seit 30 Jahren zur zunehmenden Spaltung der Gesellschaft geführt haben", sagt Pater Friedhelm Hengsbach SJ, Ökonom und Gesellschaftsethiker.

Er macht dafür konkrete politische Handlungsvorschläge, die finanzierbar sind - aber politisch gewollt sein müssen. Für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Jesuitenordens hat er im März 2016 Frage und Antwort gestanden und sowohl ökonomische wie auch spirituelle Perspektiven beleuchtet. Hier das Interview als PDF.

Foto: Pater Friedhelm Hengsbach SJ. (c) SJ-Bild / C. Ender

 
Mit dem Menschenbild des Grundgesetzes unvereinbar

Bundestagsdebatte Foto Tobias Koch

Berlin, den 4. Mai 2016. - Als integrationsfeindlich, wirklichkeitsfremd und mit dem Menschenbild des Grundgesetzes unvereinbar hat der Jesuiten-Flüchtlingsdienst den Entwurf für ein Integrationsgesetz kritisiert. Das Gesetz beruht offenbar auf der Vorstellung, dass Ingegration die unauffällige Eingliederung in bestehenden Verhältnisse sei, statt Partizipationsmöglichkeiten und Eigenständigkeit zu fördern. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst kritisiert insbesondere Kürzungen der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die einem Bruch des Europarechts gleichkommen. Auch die geplante Wohnsitzauflage, wonach Menschen selbst nach dem positiven Abschluss des Asylverfahrens noch der Wohnort behördlich zugewiesen werden soll, lehnt der JRS entschieden ab: "Staatliche Vorgaben hierzu sind mit dem Menschenbild des Grundgesetzes, das von einem frei verantwortlichen Individuum ausgeht, nicht vereinbar." Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst hofft, dass dieser Entwurf noch einmal grundlegend überarbeitet wird: Viele Maßnahmen widersprechen den Zielen, die der Gesetzgeber damit verbindet. Statt Menschen dabei zu unterstützen, sich nach ihrer Flucht in Deutschland ein selbstständiges Leben aufzubauen, wird es ihnen noch schwerer gemacht. Hier die Stellungnahme zum Nachlesen als PDF.  Foto: Tobias Koch. 

 
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