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Bischöfe: „Abschiebungen in Elend und Perspektivlosigkeit müssen gestoppt werden“

Deutsche BischofskonferenzBonn, 17. November 2010. Die Vorsitzenden der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonfe­renz und der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und der hessen-nassauische Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, haben sich besorgt über die drohende Abschiebung von Angehörigen der Minderheiten und besonders verletzlichen Personengruppen aus dem Kosovo geäußert. Zahlreiche internationale Hilfsorganisationen haben in den letzten Monaten wiederholt und eindringlich auf die schwerwiegende Diskriminierung von Minderheiten sowie auf die prekäre wirtschaftliche und soziale Lage hingewiesen, in die Angehörige von Minderheiten im Falle einer Abschiebung ge­raten. Besonders gilt dies für Roma und Ashkali sowie – unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit – für alte, schwer erkrankte und traumatisierte Men­schen. (weiter)

 
Quälendes Warten: JRS-Studie belegt, wie Abschiebungshaft Menschen krank macht
Sample ImageBerlin, 1. Juli 2010. „Quälendes Warten – wie Abschiebungshaft Menschen krank macht“, so ist eine Studie des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes überschrieben, deren Ergebnisse für Deutschland heute vorgestellt wurden. Abschiebungshaft fügt Menschen unnötiges Leid zu und beeinträchtigt ihre körperliche und seelische Gesundheit, so das zentrale Ergebnis. Die Studie zeichnet ein umfassendes Bild der Lage von Abschiebungshäftlingen in 22 europäischen Staaten und lässt erstmals die Betroffenen selbst ausführlich zu Wort kommen. Es zeigt sich, dass die Häftlinge in erheblichem Maß unter der Unsicherheit über die eigene Zukunft, einem Mangel an Informationen und der Isolation von Familie und Freunden leiden. Sie fühlen sich als Kriminelle behandelt, obwohl ihnen in der Regel nicht mehr als der Verstoß gegen Einreisebestimmungen vorgeworfen wird. Angesichts der Ergebnisse der Untersuchung tritt der Jesuiten-Flüchtlingsdienst dafür ein, stärker als bisher Alternativen zur Verhängung von Abschiebungshaft zu berücksichtigen, die Betroffenen konsequent getrennt von Strafgefangenen unterzubringen, die Dauer der Haft auf maximal drei Monate zu begrenzen und kostenlose Rechtsberatung zu ermöglichen. (Zur Studie als pdf 746 Kb / Zur englischsprachigen Gesamtstudie DEVAS 3,97 Mb)
 
"Großzügiges Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge entwickeln"

http://www.interkulturellewoche.de
Bonn, 26. Mai 2009
. Mehr Solidarität mit ausländischen Mitbürgern fordern die Repräsentanten der Kirchen in ihrem Gemeinsamen Wort zur „Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche 2009“, die bundesweit vom 18. September bis zum 3. Oktober stattfindet. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Dr. Wolfgang Huber, sowie Metropolit Augoustinos, griechisch-orthodoxer Metropolit von Deutschland, befürworten in der Erklärung gemeinsam eine Bleiberechtsregelung, die das Problem der so genannten Kettenduldungen löst. „Die bisher beschlossenen Regelungen reichen nicht aus." Die Kirchen treten deshalb für eine großzügige Bleiberechtsregelung ein, die auch alte, kranke und traumatisierte Menschen einschließt, die keinen Zugang zum Arbeitsmarkt finden. Die Aufnahme von schutzbedürftigen Irakern in Deutschland könne nur ein erster Schritt sein, dem weitere Maßnahmen folgen müssten: „Deutschland und die anderen EU-Staaten sollten sich zu einem großzügigen Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge entschließen.“ (Pressemitteilung / Wortlaut)

 
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